Fraunhofer IVI

Kurzporträt#

Das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden beschäftigt in vier Abteilungen mehr als 90 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Eng kooperiert das Institut mit der TU Dresden sowie der TU Bergakademie Freiberg. In enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern, politischen Leistungsträgern und Fördergebern werden Visionen entwickelt und Lösungen aufgezeigt.

Dabei stehen etablierte Themen aus den Bereichen Fahrzeug- und Antriebstechnik ebenso im Fokus wie neue Herausforderungen im Kontext des automatisierten und vernetzten Fahrens.  Zunehmend an Bedeutung gewinnen Technologien zur Verbesserung der zivilen Sicherheit. Um die steigende Nachfrage hinsichtlich Unfalldatenerfassung und -auswertung bedienen zu können, wurde die Forschungsgruppe »Fahrzeug- und Verkehrssicherheit« gegründet.

Das Fraunhofer IVI verfügt über

  • stationäre Batterie- und Motorenprüfstände hoher Leistungen,
  • vielfältige Laborausstattungen,
  • innovative Versuchsplattformen und -fahrzeuge,
  • stationäre und mobile Messtechnik sowie
  • modernste IT-Strukturen.

Die Erweiterung des Instituts durch ein modernes Technikum komplettiert das Leistungsspektrum des Instituts speziell in den Bereichen Fahrzeug- und Antriebstechnik: Zur Fahrzeughalle mit Krananlage gehört eine Arbeitsbühne für Busse und Elektrofahrzeuge.

Das angrenzende Testgelände bietet ausreichend Fläche für

  • Versuchsfahrten,
  • die Erprobung neuer Antriebstechnologien,
  • Tests von Ortungs- und Sensorsystemen sowie
  • öffentlichkeitswirksame Präsentationen.

Forschungshighlights#

Schnellladefähiger Elektrobus EDDA

Steigende Kraftstoffpreise, der Wunsch nach Unabhängigkeit von den Turbulenzen der internationalen Rohstoffmärkte und die Notwendigkeit des lokalen Umwelt- und des globalen Klimaschutzes sind Anlass für viele Kommunen, Verkehrsverbände und -unternehmen, Konzepte für den Einsatz von rein elektrisch angetriebenen Bussen zu erarbeiten.

Energieautarkes Wohnen im schwimmenden Haus

Immer beliebter in Deutschland werden schwimmende Häuser – und das nicht nur als Feriendomizil, sondern auch als fester Wohnsitz. Das neue Lebensgefühl auf dem Wasser kann auch bislang weniger attraktiven Regionen, wie der durch Braunkohleabbau geprägten Lausitz, künftig zu mehr Anziehungskraft und wirtschaftlichem Erfolg verhelfen.

AutoTram® Extra Grand

Die Ausweichflexibilität, einfache Infrastruktur und vergleichsweise geringeren Lebenszykluskosten von Bussen, vereint mit der hohen Transportkapazität, dem Fahrkomfort sowie den umweltverträglichen Antriebssystemen von Straßenbahnen – darauf beruht das intermediäre Fahrzeugkonzept der AutoTram® Extra Grand

Mobilität in Katastrophensituationen – MobiKat

In der Gefahrenabwehr müssen ständig komplexe strategische und operative Entscheidungen gefällt werden. Das gilt für Großschadenslagen und Großveranstaltungen ebenso wie für den alltäglichen Einsatz. Um diese Prozesse wirksam zu unterstützen, hat das Fraunhofer IVI in Zusammenarbeit mit Experten und Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei die Technologie MobiKat entwickelt.

Intelligente Verkehrssysteme / Synchrone Mobilität / Vernetztes Fahren

Schwärme im Tierreich zeigen, dass sich durch »Synchronisation der Bewegungen« eine zum Teil erstaunliche Anzahl von Lebewesen auf engsten Raum fortbewegen kann. Dieses Schwarmverhalten ist Vorbild für die Intelligenten Verkehrssysteme der Zukunft, die das Fraunhofer IVI in mehreren Forschungsvorhaben federführend mit vorantreibt.

Navigation und mobiles Ticketing für den ÖPNV

Sich im Verkehrsnetz großer Städte zurechtzufinden, individuell Beförderungsmittel zu wählen und unabhängig von Umstiegen oder Unterbrechungen zuverlässig ans Ziel geführt zu werden – dieses Konzept verbirgt sich hinter der am Fraunhofer IVI entwickelten Navigation für den öffentlichen Verkehr.