30 Jahre Fraunhofer in Dresden

Feiern Sie mit uns!

 

Im Jahr 2022 begehen die Dresdner Institute der Fraunhofer-Gesellschaft ein besonderes Jubiläum: Seit rund drei Dekaden tragen sie als starke Partner in enger wissenschaftlicher Vernetzung zum Forschungserfolg der sächsischen Landeshauptstadt bei – zum Beispiel als Mitglied des DRESDEN-concept e. V.  Das Fundament für die Forschungs- und Entwicklungsleistungen, die heute von Dresden in die Welt ausstrahlen, war bereits weit vor der Wende gelegt. Dresden beheimatete bereits zu DDR-Zeiten hochkarätige Wissenschaftseinrichtungen, wie etwa zahlreiche Mitglieder der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW), die Technische Universität Dresden (TUD) oder die Hochschule für Verkehrswesen (HfV). Anfang der 1990er gingen einige ehemalige Forschungseinrichtungen Dresdens in der Fraunhofer-Gesellschaft auf.
 

 

Forschung aus Dresden für die Welt

Wir bei Fraunhofer erforschen und entwickeln in der sächsischen Landeshauptstadt eine Vielzahl unterschiedlicher Themen wie beispielsweise die Halbleiter-, Verkehrs-, Werkstoff-, Fertigungs- oder Informationstechnik. Von keramischen Systemen bis hin zu organischer Elektronik arbeiten heute etwa 2 440 Mitarbeitende an fünf Fraunhofer-Instituten und sechs Zweigstellen an Lösungen für die Wirtschaft und Gesellschaft von morgen. Anlässlich dieses Jubiläums möchten wir die vergangen drei Jahrzehnte gemeinsam mit ihnen würdigen und auf ausgewählte Highlights unserer Forschung zurückschauen. Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf die Gegenwart und auf morgen, denn unser Ziel war und ist es aktiv die Zukunft zu gestalten. Wir setzen es uns täglich zum Ziel, neueste Forschungsergebnisse schnell in industrietauglichem Maß umzusetzen.

Informieren Sie sich über die Meilensteine der vergangenen drei Jahrzehnte und freuen Sie sich mit uns auf die weiteren, die noch vor uns liegen.

© Fraunhofer IWS

Ausblick

»ALBACOPTER®«

Innerhalb des Leitprojekts ALBACOPTER® soll unter Leitung des Fraunhofer IVI eine fliegende Experimentalplattform mit der VTOL-Fähigkeit eines Multicopters sowie den aerodynamischen Vorzügen eines Gleiters entwickelt und für Test- wie auch Demonstrationsflüge zugelassen werden.
© Fraunhofer
Innerhalb des Leitprojekts ALBACOPTER® soll unter Leitung des Fraunhofer IVI eine fliegende Experimentalplattform mit der VTOL-Fähigkeit eines Multicopters sowie den aerodynamischen Vorzügen eines Gleiters entwickelt und für Test- wie auch Demonstrationsflüge zugelassen werden.

Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, 2021

  • Entwicklung einer fliegenden Experimentalplattform mit der VTOL-Fähigkeit eines Multicopters und den aerodynamischen Vorzügen eines Gleiters
  • Verlagerung von Teilen des städtischen Verkehrs in die Luft 
  • Nutzung der dritten Dimension 

»QUASAR« – Halbleiter-Quantenprozessor mit shuttlingbasierter skalierbarer Architektur

Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS, 2021

  • Projekt soll eine Architektur für Quantencomputer ohne geometrische Skalierungsgrenzen mit in Deutschland industriell verfügbarer Halbleitertechnologie realisieren
  • Fraunhofer IPMS beteiligt sich durch die Nutzung adaptierter Prozesse aus der CMOS-Fertigung
  • Über mehrere Interrationsstufen und unter Betrachtung fabrikationstechnischer Möglichkeiten sollen optimierte Bauelementstrukturen mit möglichst hoher Homogenität auf Substratebene zur Verfügung gestellt werden
  • Im Projekt soll schließlich die Funktionsfähigkeit der einzelnen Quantenbaulemente demonstriert werden

Projekt »Open GPT-X«

Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, 2022

  • Noch hochleistungsfähigere Generation von KI-Sprachmodellen für Europa – schnell und günstig anpassbar durch Integration von Spezialvokabular oder weiteren Informationsquellen
  • Soll Unternehmen europaweit über eine dezentrale Cloudlösung zur Verfügung stehen
  • Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) zur reibungslosen maschinellen Verarbeitung natürlicher Sprache
  • Beispielsweise geeignet für: Auswertung von Dialogsystemen, Meinungen und Stimmungen sowie die Auswertung und Erstellung von Dokumenten mit Fachvokabular
  • Ziel: Nach und nach mit den fünf meistgesprochenen Sprachen Europas (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch) bestücken

SoLiS

Schwefel mit seiner hohen Speicherkapazität und geringen Materialkosten soll als Kernelement eines vielversprechenden Konzepts für Feststoffbatterien dienen, das die fünf Projektpartner von »SoLiS« in die industrielle Anwendung überführen möchten.
© Fraunhofer IWS
Schwefel mit seiner hohen Speicherkapazität und geringen Materialkosten soll als Kernelement eines vielversprechenden Konzepts für Feststoffbatterien dienen, das die fünf Projektpartner von »SoLiS« in die industrielle Anwendung überführen möchten.

Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, 2021

  • Ziel des BMBF-geförderten Gemeinschaftsprojekts zwischen Fraunhofer IWS und vier Partnern: Das Lithium-Schwefel-Batteriekonzept aus der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung zu bringen
  • Schwefel soll als Speichermaterial in Batterien eingesetzt werden
  • Statt flüssiger Elektrolyte wollen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ein Feststoffelektrolyt verwenden und die Sicherheit der Batterie damit erhöhen 

Projekt »I.Fast«

Ein hochfrequenter grüner Laser schmilzt am Fraunhofer IWS ein Reinkupfer-Pulverbett auf und erzeugt daraus ein Quadrupol-Viertelsegment.
© Christoph Wilsnack/Fraunhofer IWS
Ein hochfrequenter grüner Laser schmilzt am Fraunhofer IWS ein Reinkupfer-Pulverbett auf und erzeugt daraus ein Quadrupol-Viertelsegment.

Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, 2021

  • Gemeinsames Projekt mit CERN, Politeccnico di Milano und der Riga Technology University mit Kofinanzierung der EU-Komission
  • Es wird eine neue Generation an Teilchenbeschleunigern, sogenannte Linearbeschleuniger, entwickelt, die um ein vielfaches kleiner sind als herkömmliche Ringbeschleuniger
  • Die neuen Teilchenbeschleuniger sollen ihren Einsatz in Krankenhäusern, Flughäfen und Laboren finden und dort zukünftig zum Beispiel in der Krebstherapie, Drogenfahndung und Materialanalyse angewandt werden
  • Quadrupole, die entscheidenden Bauteile der Linearbeschleuniger, werden im Projekt mittels additiver Fertigung aus Kupfer gefertigt, wodurch sich die Fertigungszeit stark verkürzt, Material eingespart und die Bauteile leichtgewichtiger produziert werden

Neues Institutsgebäude des Fraunhofer EAS IIS in Dresden

Deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen und neue Laborflächen für den Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme EAS des Fraunhofer IIS in Dresden seit Sommer 2021 durch den Umzug ins neue Institutsgebäude.
© Baldauf&Baldauf Fotografie
Deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen und neue Laborflächen für den Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme EAS des Fraunhofer IIS in Dresden seit Sommer 2021 durch den Umzug ins neue Institutsgebäude.

Institut: Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme EAS IIS, 2021

  • Das Fraunhofer IIS forscht am Institutsteil EAS in Dresden vor allem an der Umsetzung komplexer elektronischer Systeme und intelligenter Sensorik sowie an Lösungen für die intelligente Produktion
  • Für zukunftssichere Forschung verfügt das Institut nun über ausreichend Bürofläche, zwei in das Gebäude integrierte Versuchshallen sowie zahlreiche Elektroniklabore, Messräume und einen Fahrzeugprüfstand
  • Das Konzept der Nachhaltigkeit mittels hohe Energieeffizienz durch: Luft-Erdwärme-Tauscher, Bauteilaktivierung und Photovoltaikanlage wurde beim Bau des Gebäudes verfolgt
  • Die Fassade mit hinterlüftetem Aluminiumblech hat nicht nur eine hohe Lebensdauer, einen geringen Wartungsbedarf und sehr gute Recycling-Eigenschaften, sondern sorgt auch für eine optimierte Wärmedämmung

 

AJCsens – Adaptive Reinigungstechnologie

Der AJCsens ermöglicht ein permanentes Inline-Monitoring für eine adaptive, vollumfänglich dokumentierbare Reinigung.
© Hohe Tanne GmbH
Der AJCsens ermöglicht ein permanentes Inline-Monitoring für eine adaptive, vollumfänglich dokumentierbare Reinigung.
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, 2022
  • Intelligent und autonom operierendes Tankreinigungssystem für zeit- sowie ressourcenoptimierte Reinigungsprozesse
  • Bedarfsgerechte Tankraum-Reinigung durch innovative, hochintegrierte und miniaturisierte Sensortechnik sowie Implementation einer selbstoptimierenden Prozesssteuerung
  • Inline-Monitoring durch hochintegrierten Verschmutzungssensor in adaptivem Zielstrahlreiniger
  • Bis zu 60 Prozent Einsparung der Reinigungsressourcen mittels adaptiver Prozessführung

Formluft-Impact-Technologie

Steuerbare Materialabkühlung durch den Einsatz der Formluft-Impact-Technologie.
© Fraunhofer IVV
Steuerbare Materialabkühlung durch den Einsatz der Formluft-Impact-Technologie.
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
  • Gezielter, lokaler Einsatz von Formluft direkt im Umformprozess beim Thermoformen
  • Optimaler Materialeinsatz, Verbesserung der Qualitätsparameter und Erhöhung der Effizienz des Thermoform-Prozesses
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: von der Herstellung von Verpackungen bis hin zur Anwendung in der Gesundheits- und Medizintechnik sowie dem Automobilbau oder zur Realisierung von Smart Molded Structures (SME) – dank Fokussierung auf Wechselwirkung zwischen Abkühlung und Umformung von Kunststoffen mittels Fluidströmung sowie Entwicklung eines Parametrier-Tools zur Steuerung des Umformprozesses

CleanAssist

Die Kombination von intelligenter Sensorüberwachung und Augmented Reality ermöglicht zukünftig eine zuverlässige, durchgängige Qualitätssicherung und Dokumentation manueller Reinigungsprozesse.
© Fraunhofer IVV
Die Kombination von intelligenter Sensorüberwachung und Augmented Reality ermöglicht zukünftig eine zuverlässige, durchgängige Qualitätssicherung und Dokumentation manueller Reinigungsprozesse.
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, 2022
  • Innovativer, virtueller Reinigungsassistent zur Qualitätssicherung manueller Reinigungsvorgänge mittels sensorüberwachter Reinigungslanze, AR-Device und intelligenter Datenaufbereitung.
  • Durch Augmented Reality (AR) wird der »Digitale Zwilling« in die echte Reinigungsumgebung übertragen und zeigt erstmalig im Sichtfeld des Operators in Quasi-Echtzeit den realen Reinigungsfortschritt zum 100-Prozent-Soll an
  • Der Assistent stellt dabei sicher, dass bei jeder Reinigung an jeder Stelle die notwendigen Volumenströme, Intensitäten und Einwirkzeiten dem geforderten Soll entsprechen

Highlights der 2010er

Center Nanoelectronic Technologies (CNT) kommt zum IPMS

Das Fraunhofer IPMS betreibt mit dem Center Nanoelectronic Technologies (CNT) angewandte Forschung auf 300-mm-Wafern für Mikrochipproduzenten, Zulieferer, Equipmenthersteller und F. u. E. Partner.
© Fraunhofer IPMS
Das Fraunhofer IPMS betreibt mit dem Center Nanoelectronic Technologies (CNT) angewandte Forschung auf 300-mm-Wafern für Mikrochipproduzenten, Zulieferer, Equipmenthersteller und F. u. E. Partner.

Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS, 2013

  • Das Fraunhofer-Center Nanoelectronic Technologies wurde 2013 zu einem Geschäftsfeld des Fraunhofer IPMS
  • 2006 mit 6 Mitarbeitenden gestartet
  • Mit seinem 800m² großen Reinraum an der Königsbrücker Straße verfügte es über eine hervorragende Infrastruktur für die Prozess- und Materialentwicklung auf 300-mm-Wafern

Leistungszentrum »Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik«

Mit dem Leistungszentrum wurde eine institutsübergreifende Plattform für die Kernkompetenzen Systemdesign, Komponenten und Fertigungstechnologien, Systemintegration sowie Zuverlässigkeitsbewertung geschaffen.
© Fraunhofer IPMS
Mit dem Leistungszentrum wurde eine institutsübergreifende Plattform für die Kernkompetenzen Systemdesign, Komponenten und Fertigungstechnologien, Systemintegration sowie Zuverlässigkeitsbewertung geschaffen.

Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS, 2015

  • Die Fraunhofer-Institute IPMS, ENAS, IIS und IZM schlossen sich mit den Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden zum Leistungszentrum »Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik« zusammen
  • Enge Kooperation mit ansässigen Unternehmen sollen Forschungs-Know-how vertieft und Innovationen schneller in Anwendungen und Produkte umsetzen
  • Institutsübergreifende Plattform für die Kernkompetenzen Systemdesign, Komponenten & Fertigungstechnologien, Systemintegration sowie Zuverlässigkeitsbewertung schaffen
  • Fachliche Themen sind unter anderem: Neue Materialien für neue Funktionalitäten, Modulare heterogene Wafersysteme, Plattform für Ultraschallsensorik, Integrierte Spektrometer mit Nanostrukturen/Optische Systeme und Sensoren/Aktoren in Werkzeugen und Maschinen

»autartec®«

Das autartec®-Haus auf dem Begheider See am Fuß des Besucherberwerks F60.
© Fraunhofer IVI
Das autartec®-Haus auf dem Begheider See am Fuß des Besucherberwerks F60.

Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, 2019

  • Schwimmendes Haus auf dem Bergheider See
  • Funktionsspezifische Architektur, die Autarkie in den Bereichen Wasser/ Abwasser, Elektroenergie und Wärmeenergie anstrebt
  • Unter Einsatz nachhaltigen Holzbaus und innovativer Bauwerkstoffe aus Carbonbeton
  • Strukturintegrierbare Speichertechnologien
  • Ganzheitliches Hausenergiemanagement

EUV-Lithographie

Gemeinsam entwickeln sie wesentliche Komponenten für die EUV-Lithografie: Dr. Torsten Feigl, Dr. Stefan Braun und Dr. Klaus Bergmann (v. l. n. r.) mit einem Kollektorspiegel.
Gemeinsam entwickeln sie wesentliche Komponenten für die EUV-Lithografie: Dr. Torsten Feigl, Dr. Stefan Braun und Dr. Klaus Bergmann (v. l. n. r.) mit einem Kollektorspiegel.

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, 2012

  • Die Entwicklung einer neuen Art der Belichtung von Wafern durch Strahlquelle mit einer Wellenlänge von 13,5 Nanometer statt wie zuvor 193 Natometer wurde 2012 mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis ausgezeichnet
  • Das Fraunhofer IWS entwickelte die erforderlichen Beleuchtungs- und Projektionsspiegel, um mit extrem ultraviolettem Licht (EUV) Halbleiter zu belichten
  • Das Magnetron-Sputtern ermöglicht höchste Genauigkeit der Schichten ohne zusätzliche Nachbearbeitung

Reibungsarme und verschleißbeständige diamantähnliche Schichten

Mit dem Laser-Arc-Verfahren gelingt es Dr. Volker Weihnacht, Prof. Andreas Leson und Dr. Hans-Joachim Scheibe, reibungsmindernde verschleißarme Schichten auf Bauteilen abzuscheiden (v. l. n. r.).
Mit dem Laser-Arc-Verfahren gelingt es Dr. Volker Weihnacht, Prof. Andreas Leson und Dr. Hans-Joachim Scheibe, reibungsmindernde verschleißarme Schichten auf Bauteilen abzuscheiden (v. l. n. r.).

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, 2015

  • Das Laser-Arc-Verfahren ermöglicht die großflächige Beschichtung von Bauteilen mit diamantähnlichem Kohlenstoff zur Reibungsreduzierung
  • Mittels dieses Verfahrens ist es möglich wasserstofffreie tetraedrisch-amorphe Kohlenstoffschichten in gleichbleibender Qualität abzuscheiden
  • Es wird ein Plasma aus Kohlenstoff-Ionen in einer sehr dicken Schicht (bis zu 20 Mikrometer) auf das Bauteil abgeschieden
  • Mit dem Laser-Arc-Verfahren eröffneten sich große Möglichkeiten zum Einsatz etwa in der Automobilindustrie

Applikationszentrum »Design skalierbarer Elektroniksysteme für die Quantenkommunikation«

Institut: Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme EAS IIS, 2019

  • Im Rahmen der BMBF-Forschungsinitiative QuNET wird auf Bundesebene an Quantenkommunikation geforscht, um Angriffe auf Verschlüsselungen digitaler Kommunikation unmöglich zumachen
  • Insbesondere sollen notwendige nanoelektronische Komponenten entwickelt werden
  • In Dresden entsteht ein Applikationszentrum, das Quantenkommunikationssysteme als flexible Experimentierumgebung und als Testumgebung für die nanoelektronische Schaltungsentwicklung bereitstellen soll

SAM – Selbstlernendes Assistenzsystem für Maschinenbedienende

Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
  • Selbstlernende Assistenzsysteme für Maschinen und Anlagen, das Störungen wiederzuerkennen lernt und passende Einträge bzw. Lösungen aus seinem Wissensspeicher präsentiert
  • SAM führt zu einer Steigerung der Produktionseffizienz und bietet eine durchgehende Erfahrungsdokumentation ohne aktiv in den Prozess einzugreifen; gleichzeitig wird Wissen im Unternehmen digitalisiert
  • SAM bietet eine Plattform als Grundlage für neue, datengetriebene Geschäftsmodelle: wie Ersatzteilbestellung und Predictive Maintenance oder Services wie Video-Tutorials oder Verkaufs- und Kaufmöglichkeiten von Erfahrungswissen

MCD – Reinigung 4.0

Am Fraunhofer IVV Dresden wurde als Technologieträger ein mobiles Reinigungsgerät entwickelt. Es kombiniert die Flexibilität und Effizienz der manuellen Reinigung durch den Bediener mit der Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit festintegrierter CIP-Systeme.
© Fraunhofer IVV
Am Fraunhofer IVV Dresden wurde als Technologieträger ein mobiles Reinigungsgerät entwickelt. Es kombiniert die Flexibilität und Effizienz der manuellen Reinigung durch den Bediener mit der Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit festintegrierter CIP-Systeme.
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
  • Mobiles Reinigungsgerät für Verarbeitungsanlagen, das die Flexibilität und Effizienz der manuellen Reinigung durch den Bediener mit der Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit festintegrierter CIP-Systeme kombiniert
  • Umfangreiche Sensorik erkennt, wo sich das Gerät sich in der Verarbeitungsanlage aktuell befindet, wie die geometrischen Bedingungen sind und welche Verschmutzungen vorliegen
  • Ein optischer Verschmutzungssensor ermöglicht eine lückenlose Qualitätskontrolle und Dokumentation der Reinigungsprozesse

Highlights der 2000er

»AutoTram®«

Am 8. April 2005 stellte das Fraunhofer IVI auf seinem Versuchsgelände die AutoTram® dem Fachpublikum vor. Auch ohne Schienen hält sie exakt die Spur.
© Fraunhofer
Am 8. April 2005 stellte das Fraunhofer IVI auf seinem Versuchsgelände die AutoTram® dem Fachpublikum vor. Auch ohne Schienen hält sie exakt die Spur.


Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, 2005

  • Entwicklung intermediärer Fahrzeugtechnologien
  • Transportsystem, das die hohe Transportkapazität von Straßenbahnen und die Flexibilität von Bussen vereint
  • Umweltfreundliches Antriebskonzept mittels Brennstoffzelle – ermöglichte die Integration verschiedener alternativer Energiespeicher
  • Spurtreue Führung durch Mehrachslenkung und ein videobasiertes Spurführungssystem im Sinne einer Fahrerassistenz

»MobiKat®«

Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, 2005

  • Projekt zur Mobilitätssicherung in Katastrophensituationen
  • Darstellung von Geoinformationen über den Einsatzraum, z. B. Verkehrsnetz, Luftbild, Bebauung, Landnutzung, Geländeinformation
  • Visualisierung einsatzspezifischer Information, z. B. Überflutungsflächen, Löschwasserentnahmestellen, kritische Infrastrukturen, aktuelle Pegelstände, Wetter, Baustellen
  • Übersicht hinsichtlich der vorhandenen Einsatzkräfte und -mittel, über Schäden, betroffene Personen und Maßnahmen
  • Dokumentation des Einsatzablaufes mit Synchronisierung aller Lageinformationen
  • Optimierungsalgorithmen zur Entscheidungsunterstützung
  • Offlinefähigkeit und lokale Speicherung der Daten

Reinraumeinweihung in der Maria-Reiche-Straße

Im Jahr 2007 wurden die Baumaßnahmen zur Erweiterung und Modernisierung des Fraunhofer IPMS nach zweijähriger Bauzeit vollendet. Am 10. September 2007 feierte das Fraunhofer IPMS die Einweihung des erneuerten Institutsgebäudes und des neuen Reinraums.
© Fraunhofer IPMS
Im Jahr 2007 wurden die Baumaßnahmen zur Erweiterung und Modernisierung des Fraunhofer IPMS nach zweijähriger Bauzeit vollendet. Am 10. September 2007 feierte das Fraunhofer IPMS die Einweihung des erneuerten Institutsgebäudes und des neuen Reinraums.

Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS, 2007

  • Baumaßnahmen zur Erweiterung und Modernisierung des Fraunhofer IPMS nach zweijähriger Bauzeit vollendet
  • Einweihung des erneuerten Institutsgebäudes und des neuen Reinraums am 10. September 2007
  • Neuer Reinraum legte den Grundstein für viele erfolgreiche Entwicklungen des Fraunhofer IMPS, beispielweise Mikroscannerspiegel oder Flächenlichtmodulatoren

LAwave®

Die laserakustische Prüfung ermöglicht eine zerstörungsfreie Oberflächen- und Schichtcharakterisierung von sowohl Schichten mit wenigen Nanometern Dicke wie auch Schichten einer Dicke von hundert Mikrometern.
© Fraunhofer IWS
Die laserakustische Prüfung ermöglicht eine zerstörungsfreie Oberflächen- und Schichtcharakterisierung von sowohl Schichten mit wenigen Nanometern Dicke wie auch Schichten einer Dicke von hundert Mikrometern.

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, 2000

  • Auszeichnung mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis für die Entwicklung des Laserakustischen Prüfverfahrens LAwave®
  • Ein Jahr später folgt auch die Auszeichnung der Forscher mit dem »R&D 100 Award« für ihren Beitrag in der angewandten Nanotechnologie
  • Laserimpulse versetzten die Oberfläche des Prüfstück gezielt in Schwingung
  • In Sekundenschnelle wertet LAwave® die Ergebnisse aus

Highlights der 1990er

BMBF-Leitprojekt »intermobil Region Dresden«

Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, 1999

  • Innovatives Fahrgeldmanagementsystem für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
  • Automatische Anwesenheitserfassung in Bus und Bahn sowie automatische Fahrpreisermittlung auf Basis eines flexiblen Tarifmodells
  • Ermöglichte es, Fahrpreise im ÖPNV erstmals leistungsbezogen abzurechnen
  • In einem sechsmonatigen öffentlichen Piloten unter dem Namen »ALLFA« von ca. 2 000 Teilnehmern im Verkehrsverbund Oberelbe getestet

Weiterentwicklung der Pulslaserabscheidung (PLD)

Das Forscherteam Hermann Mai, Thomas Holz und Reiner Dietsch (v. l. n. r.) des Fraunhofer IWS wurde 1998 mit dem »Joseph-von-Fraunhofer-Preis« geehrt.
© Bernd Liebl
Das Forscherteam Hermann Mai, Thomas Holz und Reiner Dietsch (v. l. n. r.) des Fraunhofer IWS wurde 1998 mit dem »Joseph-von-Fraunhofer-Preis« geehrt.

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, 1998

  • Verleihung des Joseph-von-Fraunhofer-Preises an Forscher des Fraunhofer IWS für die Weiterentwicklung des PLD
  • Das verbesserten Verfahren erlaubt es Röntgenspiegel herzustellen
  • Bis heute werden mittels PLD (Multi-) Dünnschichten (im Nanometer-Bereich) abgeschieden
  • Die Gruppe gründete sich später als Spinn-Off AXO Dresden GmbH aus dem Fraunhofer IWS aus

Laser-Induktionsschweißen

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, 1997

  • Verleihung des Joseph-von-Fraunhofer-Preises an Berndt Brenner für die Entwicklung des induktiv unterstützten Laserstrahlschweißens
  • Das vom Fraunhofer IWS patentierte Verfahren ist Grundlage für eine Vielzahl von Kooperationen mit der Automobilindustrie
  • Bis 2008 wurden 13 Anlagen mit dieser Technologie in die industrielle Serienfertigung überführt