Presse

Early Morning Science mit Fraunhofer

Pressekonferenz / 17.9.2019

Dicke Schlagzeilen schon zum Frühstück schlürfen? Wir präsentieren Ihnen regelmäßig aktuelle Forschungshighlights aus den Dresdner Fraunhofer-Instituten vor Ort und im Livestream. Seien Sie dabei!

Nächster Termin

 

17.9.2019, 9:30–11:30 Uhr

»Forschen im Auftrag der Zukunft« ist bei Fraunhofer seit 70 Jahren Programm – immer im Fokus die Bedürfnisse der Menschen. In unserem Jubiläumsjahr 2019 berichten Sachsens Fraunhofer-Forscherinnen zum 6. Mal in Folge über aktuelle anwendungsorientierte Projekte.

Werfen Sie mit uns einen Blick in die Zukunft beim Fraunhofer Early Morning Science am 17. September 2019. Seien Sie dabei vor Ort oder via Live-Stream!

Unsere Themen

© Fraunhofer FEP

OLED-Leuchtstreifen ermöglichen Leuchtflächen mit segmentierter Ansteuerung.

Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Modulare OLED-Leuchtstreifen

Der Bedarf an Leuchtstreifen ist in Industrie und Design enorm groß. Angefangen bei leuchtenden Streifen in Kleidung bis hin zu quasi Endlosstreifen für innovative Autodesigns.

Am Fraunhofer FEP ist es nun gelungen, quasi endlos lange Leuchtstreifen aus vielen einzelnen organischen Leuchtdioden (OLED) so herzustellen, dass sie wie eine einzige Leuchtfläche ohne Unterbrechung wirken. Durch die segmentierte Ansteuerung entstehen zudem unterschiedlichste Möglichkeiten, wie z. B. das Anzeigen von Informationen oder dynamische Warnhinweise. Designerträume für lnterieurgestaltung rücken damit in greifbare Nähe.

© Fraunhofer IFAM

Skaliertes Modell einer Gasturbine zur Stromerzeugung; komplett mit additiven Verfahren hergestellt.

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Turbine aus dem 3D-Drucker

Eine klassische Gasturbine besteht aus fast 3000 Einzelteilen. Die ForscherInnen am Fraunhofer IFAM in Dresden haben es gemeinsam mit der H+E-Produktentwicklung GmbH geschafft, dank der vielfältigen Möglichkeiten von Elektronen- und Laserstrahlschmelzen sowie durch die Optimierung der Bauteile eine derart komplexe Turbine aus nur 68 Teilen herzustellen. Sie zeigen damit eindrucksvoll die derzeitigen Potenziale pulverbettbasierter additiver Verfahren.

© Fraunhofer IWS

Additiv gefertigte Turbinenschaufeln aus Inconel 718 mit anschließender Wärmedämmbeschichtung mittels Suspensionsspritzen. Das neue Beschichtungsverfahren eignet sich aufgrund seiner einzigartigen Schichtmorphologie besonders für Anwendungen in der Luft-und Raumfahrtindustrie.

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Hochleistungshitzeschild für sparsame Triebwerke in der Luft- und Raumfahrttechnik

Je mehr ein Triebwerkhersteller die Betriebstemperatur einer Turbine erhöhen kann, desto effizienter funktioniert das Aggregat. Dadurch verbraucht ein Flugzeug im Betrieb weniger Treibstoff. Das Fraunhofer IWS hat mit dem Schweizer Anlagenbauer AMT AG und dem österreichischen Metallurgie- und Chemieunternehmen Treibacher Industrie AG ein Suspensionsspritzverfahren zur Industriereife gebracht, das  Hightech-Dämmungen preiswert und in hoher Qualität auf Turbinenkomponenten aufträgt. Die Technologie schlägt die Brücke zwischen den bisher üblichen Verfahren Physical Vapour Deposition (PVD) und Atmosphärisches Plasmaspritzen (APS).

© Fraunhofer IKTS

Sensormanschette mit kabelloser Kommunikation und Energieübertragung für die dauerhafte Überwachung von Offshore-Gründungsstrukturen.

Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

Windenergie 4.0 – Kostensenkung durch automatisierte Wartungskonzepte

Windenergie ist ein wichtiger Pfeiler der Energiewende. Windkraftanlagen liefern bereits 20 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms. Bis 2030 soll sich die installierte Leistung verdreifachen. Um die Kosten für die Bereitstellung von Windenergie weiter zu senken, sind alternative Wartungskonzepte nötig. Derzeit ist die Prüfung, besonders von Anlagen auf See, sehr aufwendig und personalintensiv. Wissenschaftler des Fraunhofer IKTS entwickelten dafür eine Lösung, die Gründungsstrukturen von Offshore-Windkraftanlagen dauerhaft überwacht und die Prüfdaten drahtlos an die Wartungsstation übermittelt. Die sogenannte Sensormanschette wird ringförmig um besonders belastete Stellen der Gründungsstruktur gelegt. Sie besteht aus Sensoren, die durch spezielle Barriereschichten geschützt sind und so den schwierigen Bedingungen im Küstenvorfeld trotzen.